Manche Jubiläen gehen sang- und klanglos unter. So im Sommer dieses Jahres das zehnjährige Bestehen eines Abkommens, das den blumigen Namen "Safe Harbor" ("Sicherer Hafen") trägt. Nur ein paar Datenschützern fiel der runde Geburtstag auf. Denen war jedoch nicht nach Feiern zumute. Denn für Datenschützer ist "Safe Harbor" seit langem schon ein dunkelrotes Tuch.
Wenn Google nach Hause "telefoniert"
Das Safe-Harbor-Abkommen trat im Sommer 2000 in Kraft. Es legt die Regeln fest, nach denen US-Unternehmen persönliche Daten europäischer Bürger in die USA verschicken dürfen. Es ist kein Geheimnis, dass der US-Datenschutz noch immer in den Kinderschuhen steckt. Das Problem dabei: Daten von EU-Bürgern dürfen nur in Länder übertragen werden, in denen dieselben hohen Datenschutzstandards wie in der EU gelten.